Was 2004 als niedersächsischer Modellversuch begann, wurde 2011 bundesweites Recht und ist heute nicht mehr wegzudenken. Nicht viele Neuerungen im Verkehrsrecht haben nachhaltig zu einem so großen Rückgang der Unfallzahlen geführt, wie das begleitete Fahren mit 17.

Die Gruppe der Fahranfänger im Alter von 18-24 Jahren stellte damals gerade einmal 7% aller Kraftfahrer dar. Zeitgleich war sie jedoch an immerhin 21 % aller Unfälle beteiligt und damit die am deutlichsten gefährdetste Personengruppe.

Seit Beginn des mutigen Alleingangs eines einzelnen Bundeslandes bis ins Jahr 2016 konnte die Unfallbeteiligung junger Fahranfänger um 66,67% reduziert werden und steht damit für eine selten dagewesene Erfolgsgeschichte, geschrieben von Politik, Fahrschulen und erfahrenen Fahrern, die gemeinsam an unserer aller Sicherheit arbeiten und erwiesenermaßen überdurchschnittlich gut funktionieren. Entscheide Dich deshalb diesen Weg ein Stück mitzugehen.

Egal ob Du die Rolle des Fahrers oder des Begleiters einnehmen wirst; es wird ein Jahr voller Erfahrungen, die Ihr gemeinsam erleben, erfahren und teilen werdet.
Mit dieser Broschüre wollen wir Dir dabei helfen, den ein oder anderen Fallstrick zu umgehen, Diskussionen mit Deinem Sitznachbarn oder Deiner –nachbarin zu vermeiden und Euch beiden Tipps und einige Spielregeln mit auf den Weg geben, die Eure gemeinsame Zeit zum Gewinn für Euch beide machen werden.


 

Mit 16 ½ kann´s losgehen!

Schon ein halbes Jahr vor dem 17. Geburtstag sollte der Weg in die Fahrschule gehen. Hier heißt es: Vergleichen! Die Angebote variieren nicht nur im Preis. Gerade die Leistung moderner Fahrschulen macht da den großen Unterschied. Moderne Medien und Methoden, Simulatoren zum stressfreien Einüben der Grundlagen, sowie der passende Fahrlehrer können hier unter Umständen zu schnellerem, motiviertem und damit in der Regel auch günstigerem Erfolg führen.

#1
Du wirst 16 Jahre alt
Herzlichen Glückwunsch zum 16. Geburtstag! Gleich nach dem Feiern solltest Du die ersten Vorbereitungen für Deine Fahrerlaubnisprüfung treffen: Melde Dich zur Erste-Hilfe-Schulung an und geh zum Sehtest.
#2
Du meldest Dich in der Fahrschule an
Am besten, Du meldest Dich so früh wie möglich in der Fahrschule an, also schon mit 16½ Jahren. In der Regel hast Du so genug Zeit, um bis zu Deinem 17. Geburtstag Theorie- und Fahrstunden sowie Prüfungen zu absolvieren. Bei der Anmeldung erfährst Du, was sonst noch zu tun ist.
#3
Du sorgst für Unterstützung
Für die Anmeldung zum BF17 brauchst Du das Okay Deiner Eltern und Begleitpersonen, die dabei sind, wenn Du zwischen Fahrprüfung und Deinem 18. Geburtstag am Steuer sitzt. Begleiten können Dich Menschen aus Deiner Familie oder Deinem Bekanntenkreis, die mindestens 30 Jahre alt sind, den PKW-Führerschein seit fünf Jahren ununterbrochen besitzen und maximal einen Punkt in Flensburg haben. Je mehr Begleitpersonen Du findest, desto mehr Erfahrung kannst Du sammeln.
#4
Du nimmst die Herausforderung an
In der Fahrschule lernst Du, was Du im Straßenverkehr wissen musst, und übst Deine Fähigkeiten an der Seite Deiner Fahrlehrerin oder Deines Fahrlehrers. Frühestens drei Monate vor Deinem 17. Geburtstag darfst Du zur theoretischen Prüfung antreten – und einen Monat vor Deinem Geburtstag zur praktischen.
#5
Du nutzt Deine Chance
Du willst Dich sicher und entspannt am Steuer fühlen, wenn Du ab Deinem 18. Geburtstag alleine fahren darfst? Dann nutze vorher jede Gelegenheit, um mit Deinen erfahrenen Begleitpersonen Fahrpraxis zu sammeln. So bekommst Du bestimmt später auch leichter den Autoschlüssel von Deinen Eltern.